Historie
BEDEUTENDES INDUSTRIEDENKMAL
Das Gelände der SCHÖNHERR WEBA GmbH, das sich zwischen dem Fluss Chemnitz, der Schönherrstraße und der Eisenbahnlinie erstreckt, zählt zu den bedeutendsten Industriedenkmälern des 19. Jahrhunderts. Der ca. 83.000 Quadratmeter große Industriekomplex stellt eine Ansammlung von Fabrikgebäuden aus nahezu 160 Jahren dar.
DETAILLIERTE INFORMATIONEN
Im Rahmen eines Projektes wurde die Geschichte der schönherr.fabrik aufgearbeitet. Entstanden ist eine umfassende Chronik über die Fabrikantenfamilie Schönherr und den Standort mit umfangreichen Fotos, Zeichnungen und Briefen. Das Buch ist bei der Schönherr WEBA GmbH für 12,00 € unter der Telefonnumer 0371-4949700 käuflich zu erwerben.
- 1852
- Gründung der „Sächsischen Webstuhlfabrik“ durch Louis Schönherr. Bereits wenige Jahre später, zur Gründerzeit, erlangt die Fabrik Weltruf in ihrer Branche.
- 1911
- Louis Schönherr stirbt und der Betrieb wird von seinem Sohn Paul Schönherr übernommen.
- 1932
- Produktion der ersten Doppelteppichwebmaschine und damit Sicherung der industriellen Bedeutung der Fabrik. Die „Sächsische Webstuhlfabrik“ entwickelt sich zum zweitgrößten Unternehmen in Chemnitz.
- 1945
- Demontage des gesamten Betriebes bedingt durch den Zweiten Weltkrieg.
- 1946
- Wiederaufbau der Fabrik und Produktion mit 70 Beschäftigten.
- 1963
- Entwicklung einer neuen Doppelteppichwebmaschine, welche auf der Leipziger Herbstmesse eine Goldmedaille erhält und 1964 in Serie geht.
- 1979
- Beschäftigung von 1.700 Mitarbeitern. Eine neue Doppelteppichwebmaschine wird entwickelt und auf dem Markt eingeführt.
- Ab 1990
- nach der Wende - werden die Produktion und die Mitarbeiterzahlen drastisch reduziert.
- 1994
- Übernahme des gesamten Unternehmens durch die Ventana-Gruppe aus Wien, welche die Strukturierung und Sanierung der Fabrik voran treibt. Die produzierenden Bereiche wie die Gießerei, die Webstuhlmontage und die Teilefertigung werden in den hinteren Teil des Geländes verlagert. Damit stehen alle unter Denkmalschutz stehenden Gebäude im vorderen Teil leer. Insgesamt 30.000 Quadratmeter Geschossfläche bleiben ungenutzt.
- 1998
- Umsetzung der Maßnahme „Umnutzung und Entwicklung des Gewerbestandortes Webstuhlbau“. Mit einem Partnerkonzept, unterstützt durch Fördermittel durch das URBAN-Programm und Eigenmittel der Stadt, wird die Idee „Schönherr Kulturfabrik“ geboren und mit der Umnutzung begonnen.
- 2000
- Im Jahr 2000 wird die Renovierung der Gebäude 3 und 8a abgeschlossen (1. Bauabschnitt).
- 2002
- 2002 folgt die Sanierung des Gebäudes 5 / 5a im 2. Bauabschnitt.
- 2004
- 3. Bauabschnitt beinhaltet die umfassende Erneuerung des Gebäudes 11 (Feistelbau) und teilweise des Gebäudes 10 - Fertigstellung im November.
- 2006
- 4. Bauabschnitt: Umbau des Turmgebäudes (Haus 8) zum „Haus der Ganzheitsmedizin“.
- 2008/2009
- 5. Bauabschnitt: Ein weiterer Teil des Gebäudes 10 sowie das Gebäude 9 werden saniert. Gleichzeitig werden die Gebäude 8, 9 und 10 durch einen begrünten Übergang miteinander verbunden werden.
Historische Bilder
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Gästeführungen durch die schönherr.fabrik

Lassen Sie sich entführen in die Zeit um 1850, mit Geschichten aus dem Leben des Begründers des Sächsischen Webstuhlbaus Louis F. Schönherr. Die Gästeführerin Karin Meisel führt Sie in einem Rundgang durch das Gelände und die Gebäude der schönherr.fabrik - in einer kurzweiligen Zeitreise!


